Die Maschine im Einsatz (es fehlt die Schutzverkleidung). Bis auf kleine Dampfwolken ist nichts zu sehen.                                                                                                                                   (Bild: SOBV)

 

Mit Strom gegen Unkraut

Knapp 300 Personen aus der ganzen Schweiz besuchten die Flurbegehung von Swiss No-Till und mussten sich zuerst einmal gedulden, bevor sie den Elektro-Unkrautvernichter im Einsatz begutachten konnten. Da es Probleme am Zoll gab, war nicht einmal sicher, ob es die Maschine überhaupt noch rechtzeitig in den Bucheggberg schaffen würde. Daher wurden zuerst die übrigen Programmpunkte durchgeführt. Neben Aktuellem aus dem Pflanzenschutz sowie Informationen zur Anbau- und Düngerstrategie 2017 gab Gastgeber Fritz Reusser Einblick in seine 20-jährige Erfahrung mit reduzierter Bodenbearbeitung bzw. Direktsaat.

Auch in Reihenkulturen

Nach einem kleinen Imbiss war die Maschine, die ursprünglich aus Brasilien stammt und aktuell für den Einsatz in Europa angepasst wird, eingetroffen und konnte im Einsatz begutachtet werden. Angebaut an einen Traktor, wird über einen Generator am Heck des Traktors hochfrequenter Gleichstrom erzeugt. Dieser wird über in der Front montierte, flexible Kontaktflächen in die Pflanzen und durch eine zweite Kontaktfläche wieder zurück in den Stromkreislauf geleitet. Dadurch sollen die Zellwände in den Pflanzen, insbesondere entlang der Leitbündel, zerstört werden, wodurch die Pflanze vertrocknet. Die vorgeführte Maschine arbeitet vollflächig und soll wie ein Totalherbizid wirken. Da nur diejenigen Pflanzen zerstört werden, die durch die Kontaktflächen berührt werden, ist auch ein Einsatz in Reihenkulturen möglich. Entsprechende Maschinen sind in Planung.

„Es handelt sich um einen Prototypen“, erklärte ein Vertreter der Herstellerfirma Zasso Group AG, der die Vorführung begleitete. Die Firma aus Aachen, Deutschland, will in diesem Jahr die Maschine testen und optimieren. Zusammen mit dem FIBL in Frick werden auch Untersuchungen zu den Auswirkungen auf das Bodenleben durchgeführt. Ein Test an Erdmandelgras steht für die kommenden Wochen an.

08.06.2017; Adrian Rudolf

 

Der Generator braucht eine Antriebsleistung von 80 kW. Es wird mit einer Spannung von 5 bis 15 kV gearbeitet.                                                                                                                   (Bild: SOBV)

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