74.23% Nein zur Ernährungsinitiative
Die Schweizer Stimmbevölkerung lehnt die Ernährungsinitiative mit über 70 Prozent und einem Nein in allen Kantonen sehr deutlich ab. Im Kanton Solothurn sagte die Stimmbevölkerung mit 74.23% NEIN. Für die breite Nein-Allianz des Solothurner NEIN- Komitees unter dem Lead des Solothurner Bauernverbands, bestehen aus Vertreter/innen von Grüne, SP, Mitte, FDP und SVP, des Solothurner Bäuerinnen- und Landfrauenverbands, des Solothurner Gewerbeverbands und der Solothurner Handelskammer ist das Resultat ein klares Signal: Die Bevölkerung will auch in Zukunft selbst entscheiden, was auf ihren Teller kommt; die Wahlfreiheit ist ihr wichtig. Gleichzeitig gilt es, das Anliegen einer stärkeren Selbstversorgung ernst zu nehmen. Mit dem maximal deutlichen Nein zur Ernährungsinitiative von über 70 Prozent spricht sich die Schweizer Bevölkerung gegen staatliche Vorgaben aus, um die landwirtschaftliche Produktion und das Konsumverhalten staatlich gesteuert zu verändern.
Gleichzeitig ist das Abstimmungsergebnis ein Bekenntnis zu einer starken und vielfältigen einheimischen Land- und Ernährungswirtschaft, in der auch tierische Lebensmittel ihren Platz haben. Gerade diese Vielfalt ermöglicht es den Bauernfamilien, standortangepasst zu produzieren, die natürlichen Voraussetzungen ihrer Regionen bestmöglich zu nutzen und Nährstoffkreisläufe zu schliessen. Die Anliegen einer höheren Selbstversorgung ist weiterhin ernst zu nehmen. Dies soll im Sinne einer ganzheitlichen Ernährungswirtschaft angegangen werden. Das Abstimmungsergebnis ist damit auch ein Auftrag an Politik und Verwaltung. Sie müssen Rahmenbedingungen schaffen, welche die inländische Produktion und Ernährungswirtschaft stärken, ohne die Vielfalt zu gefährden. Wirtschaftlich gesunde bäuerliche Familienbetriebe bilden das Rückgrat der Landwirtschaft. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Pflege der Kulturlandschaft, zur dezentralen Besiedlung und der Wirtschaft in den ländlichen Gebieten. Ziel muss eine Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft sein, die auch künftig möglichst viele Lebensmittel für die Bevölkerung nachhaltig produziert und gleichzeitig ihre Vielfalt bewahrt. Das Solothurner NEIN- Komitee gegen die Ernährungsinitiative dankt allen Organisationen, Unternehmen, Parteien und Persönlichkeiten, die sich im Abstimmungskampf engagiert und zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Ernährungsinitiative beigetragen haben.
01.10.2026 / SOBV


