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Vielerorts ist die Silomaisernte abgeschlossen und die Körnermaisernte hat bereits begonnen. Die Bise dieser Woche half beim Abtrocknen. Nach einer Störung über das Wochenende sollte Mitte nächster Woche wieder eine stabile Lage eintreffen. So kann die Ernte in noch nicht genügend abgetrockneten Soja-, Sonnenblumen oder Körnermaisfeldern hinausgezögert werden.

Bodenschutz

Im Herbst trocknet der Boden langsam ab. Weiter gibt es im Winter oft viele Niederschläge, welche in verdichteten Stellen vom Herbst liegen bleiben können. Deshalb muss bei der eventuell nötigen Bodenbearbeitung nach der Ernte dem Bodenzustand besonders Beachtung geschenkt werden. Ein gutes und sehr umfassendes Hilfsmittel, um die Befahrbarkeit und Belastung des Bodens mit den eingesetzten Maschinen abschätzen zu können, ist die Webseite terranimo.ch. Unter anderem kann die Bodenfeuchte auch manuell eingegeben werden. Konkrete aktuelle Messwerte zur Bodenfeuchte (Saugspannung) in der Nordwestschweiz können beispielsweise auf bodenmessnetz.ch abgerufen werden.
Neu kann die Massnahme «angemessene Bodenbedeckung» angemeldet werden. Bei einer Ernte vor dem 30. September muss entweder eine Winterkultur oder eine Zwischenkultur angesät werden. In diesem Herbst 2022 ist dies noch nicht massgebend! Die Umsetzung und Abgeltung dieser Massnahme erfolgt erst ab 2023. Bei Anmeldung dieser Massnahme muss also frühestens ab der Ernte 2023 innerhalb von 7 Wochen begrünt werden. Aus Sicht des Bodenschutzes, der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und der frühen Ernte dieses Jahr empfiehlt sich eine Umsetzung aus Eigeninteresse schon jetzt. Folgt auf der Parzelle erst im Frühjahr 2023 die nächste Hauptkultur, wird am besten aufgrund des Saatzeitpunktes ab jetzt eine überwinternde Gründüngungs- oder Zwischenfutterbaumischung gesät. Für die nicht überwinternden Arten ist es jetzt eher spät, sodass sich die Pflanzen nicht mehr optimal entwickeln können. Bei der Wahl der Mischung muss auf die Fruchtfolgeverträglichkeit geachtet werden.

Maiswurzelbohrer

Für die Fruchtfolgeplanung gilt es zu beachten, dass in einigen Gebieten Mais nach Mais aufgrund des Vorkommens von Maiswurzelbohrers verboten ist. Eine Übersicht der Gebietsüberwachung und weitere Informationen findet man unter Maiswurzelbohrer (admin.ch) oder bei den kantonalen Pflanzenschutzfachstellen.

Maiszünsler

Nach der Ernte ist das Mulchen der Maisstoppeln unabdingbar, um das Winterquartier des Maiszünslers zu zerstören. Je schneller die Stoppeln verrotten, desto weniger lange können sich auch Fusarien-Pilzsporen auf Folgekulturen wie beispielsweise Weizen verbreiten.
In noch stehenden Feldern kann der Befall mit Maiszünslern abgeschätzt werden. Dafür werden an mehreren Stellen im Feld an jeweils 10 Pflanzen auf die typischen Symptome untersucht. Geknickte Fahnen oder in den Blattachseln das Bohrmehl der Larven bei den Ein- und Austrittslöchern deuten auf einen Maiszünslerbefall hin. Bei 20-30% Befall im Silomais oder 10-30% Befall im Körnermais sollten im kommenden Jahr Trichogramma-Schlupfwespen ausgebracht werden.

Rapserdfloh weiterhin überwachen

Die Anfragen zur Behandlung des Rapserdflohs haben in dieser Woche zugenommen. Die Anzahl Käfer in den Gelbfallen, wie auch die Befallsstärke auf den Feldern ist jedoch von Parzelle zu Parzelle sehr unterschiedlich. Stark geschädigte Pflanzen mit mehr als 25% abgeschabter Blattfläche zwischen dem Keimblatt- bis Vierblattstadium brauchen einen Schutz vor dem Käfer, damit sie sich erholen können. Dies wurde vor allem bei Spätsaaten beobachtet.
Ansonsten ist es angezeigt, die Erdfloh-Behandlung so lange wie möglich hinauszuzögern und auf eine eventuelle Behandlung der Erdflohlarven Mitte Oktober abzuwarten.
Ein Vorteil dieses Jahres ist die vorhandene Bodenfeuchte, welche den Raps zügig und regelmässig auflaufen liess. Die Niederschläge im September reichten aus, um den Saathorizont genügend feucht werden zu lassen. Das aktive Wachstum lässt die gut entwickelten Rapspflanzen den aktuellen Schaden des Erdflohs mit Schabstellen problemlos überstehen. Leider gab es jedoch einige Felder zu beobachten, die grossflächig von Schnecken gefressen wurden. Allfällige Nachsaaten müssen nun vor Schnecken geschützt und beim Auflaufen gut beobachtet werden.

Der Einflug des Erdflohs kann bei wärmeren Temperaturen wieder zunehmen. Mit einer Gelbfalle, ebenerdig im Boden vergraben, kann der Zuflug weiter überwacht werden. Mit wöchentlichen Auszählungen kann anschliessend abgeschätzt werden, ob im Verlauf des Oktobers eine Behandlung gegen die Larven des Erdflohs angezeigt ist. Dazu müssen während drei Wochen zusammengezählt mindestens 100 Käfer in der Gelbfalle gefangen werden. Eine späte Behandlung im Oktober gegen die Larven bringt den zusätzlichen Vorteil, dass die angewendeten Pyrethroide bei kühleren Temperaturen länger wirken. Bis die Erdflohlarven jedoch aus dem Boden in die Rapspflanzen kriechen, dauert es ab dem Haupteinflug der adulten Käfer je nach Temperaturen mindestens zwei bis drei Wochen.

Bild: Gaetano Mori, BZ Wallierhof

22.09.2022 / Barbara Graf, BZ Wallierhof

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