Die Vogelgrippe und ihre Folgen für die Geflügelhalter
Seit November 2022 müssen unsere Geflügelhalter ihre Tiere vor einem Kontakt mit Wildvögeln schützen. Sei es durch Netze auf der Weide oder über den Teich oder mit einer Haltung im geschützten Aussenklimabereich. Details sind über folgende Seite einsehbar: Aktuelles - Amt für Landwirtschaft - Kanton Solothurn. Einzelne Label ergreifen weitergehende Massnahmen gegen die Vogelgrippe.
Die Vogelgrippe ist tödlich für Hausgeflügel, der aktuell zirkulierende Virusstamm H5N1 ist jedoch nur in äusserst seltenen Fällen und nur bei sehr engem Kontakt auf den Menschen übertragbar. Geflügelprodukte wie Poulet-Fleisch und Eier können ohne Bedenken konsumiert werden.
Die Vogelgrippe Massnahmen wurden inzwischen bis zum 30. April 2023 verlängert. Je nach Situation können weitere Massnahmen nach dem 30. April 2023 nicht ausgeschlossen werden.
Freilandeier dürfen als solche angepriesen werden. Wenn es möglich ist, sollte aber vermerkt werden, dass das Geflügel aufgrund der Vogelgrippe nicht uneingeschränkt draussen sein kann. Die Sendung Espresso von SRF 1 geht in einem Beitrag vom 29. März 2023 näher darauf ein.
Kein Weidegang - Weshalb Freiland-Eier noch so heissen dürfen - Kassensturz Espresso - SRF
Unsere Nachbarländer haben seit mehreren Jahren ganzjährig Vogelgrippefälle, da die Seuche sich in den letzten Jahren verändert hat und auch den Sommer über am Wasser und bei den Wasservögeln endemisch bleibt. Die Schweiz hingegen wurde bisher mehrheitlich verschont und nur in den Wintern 2021 und 2022 von der Seuche erfasst. Wie es diesen Sommer und vor allem nächsten Winter weitergeht, wird vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) geprüft. Die Gesetzgebung respektive der Schutz des einheimischen Geflügels vor Wildvögeln wird laufend angepasst.
Wenn die Wasservögel ihre Winterquartiere verlassen haben, wird sich zeigen, ob die Seuchengefahr vorüber ist oder ob die Massnahmen weiter aufrechterhalten werden müssen.
Bisher sind Impfungen in der Schweiz nicht erlaubt und dementsprechend auch nicht auf dem Markt erhältlich. Sollte sich die Situation oder die Massnahmen ändern, wird der Veterinärdienst weiter informieren.
13.04.2023 / Veterinärdienst Kanton Solothurn


