Flurbegehung Dorneckberg
Am 22. April fand die diesjährige Flurbegehung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Dorneckberg auf dem Hof der Familie Vögtli in Büren statt. Rund 70 Interessierte folgten der Einladung.
Am ersten Posten erläuterte Sabine Kürmann anhand einer Dauerweide den Einfluss der Nutzungsintensität auf Bestandesentwicklung, Ertrag und Futterqualität. Dabei wurde deutlich, wie stark die Bewirtschaftung die Qualität und Leistungsfähigkeit des Grünlands beeinflusst.
An einem zweiten Posten stellte die Firma Agrarpiloten GmbH ihre Dienstleistungen im Bereich Drohneneinsatz vor. Die Entwicklung in diesem Bereich schreitet rasant voran, und die Geräte werden stetig leistungsfähiger. Besonders bei schwierigen Bodenverhältnissen, etwa bei Nässe oder in Hanglagen, können Drohnen eine wertvolle Alternative darstellen. Neben flüssigen Produkten lassen sich auch Granulate oder Saatgut ausbringen. Letzteres kommt insbesondere bei Einsaaten oder Übersaaten im Grünland in schwierigem Gelände zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es Spezialanwendungen wie das Schattieren von Gewächshäusern.
Die Firma Zwimpfer Gartenbau GmbH präsentierte zudem ein ferngesteuertes Mulchgerät mit Raupenfahrwerk. Das im Vergleich zu einem Traktor kompakte Gerät überzeugt durch seine hohe Leistungsfähigkeit und Geländegängigkeit. Es eignet sich besonders für Pflegearbeiten auf engem Raum oder in steilem Gelände und kann sowohl im Grünland als auch in bestockten Flächen eingesetzt werden.
Beim anschliessenden Imbiss informierte Sabine Kürmann über die Änderungen in der Verordnung über koordinierte Massnahmen zur Bekämpfung von Schadorganismen bei Kulturpflanzen. Im Zentrum standen dabei das Erdmandelgras und der Maiswurzelbohrer. Für beide Schadorganismen bestehen Melde- und Bekämpfungspflichten. Befall mit Erdmandelgras ist der Pflanzenschutzfachstelle am Wallierhof zu melden. Ebenso wichtig ist die Information an beauftragte Lohnunternehmen, um eine Verschleppung zu verhindern. Zu den Bekämpfungsmassnahmen gehört unter anderem, befallene Parzellen stets zuletzt zu bearbeiten und die eingesetzten Maschinen anschliessend gründlich zu reinigen.
Beim Maiswurzelbohrer gilt: Liegen die Fangzahlen in der Überwachung unter 250 Tieren, kann nach einem Grünlandumbruch weiterhin Mais nach Mais angebaut werden. Da diese Fangzahlen jedoch jeweils erst Mitte September vorliegen, erschwert dies die Planung für das kommende Anbaujahr.
Abschliessend erinnerte Sabine Kürmann daran, dass die Verlängerung der Pflanzenschutzbewilligung bis Ende Juni über das neue Online-Portal beantragt werden muss. Andernfalls wäre eine Neuerlangung der Bewilligung erforderlich.
Die Teilnehmenden liessen den Abend in geselliger Runde ausklingen. Ein herzlicher Dank gilt der Familie Vögtli und ihren Helferinnen und Helfern für die grosse Gastfreundschaft. Ebenso danken wir den Bäuerinnen für das reichhaltige Kuchenbuffet, der Landi Reba für die Getränke, der Metzgerei Mathis Fleisch und Feinkost für den Imbiss sowie den Firmen Agrarpiloten und Zwimpfer für ihre grosszügige Unterstützung.
30.04.2026 / Felix Gebhardt


