Gesamterneuerungswahlen an der DV SOBV
An der Delegiertenversammlung des Solothurner Bauernverband standen die Gesamterneuerungswahlen, Ehrungen und Verabschiedungen und die AP 2030+ im Mittelpunkt.
Mit 100 Stimmberechtigten Delegierten sowie zahlreichen Gästen aus Verwaltung, Verbänden und Politik war die Veranstaltung sehr gut besucht.
Turnusgemäss standen Gesamterneuerungswahlen vom Vorstand auf der Traktandenliste. Aufgrund der statutarischen Amtszeitbeschränkung wurde Andreas Heiniger, Gänsbrunnen, nach zwölfjähriger Tätigkeit im Vorstand des SOBV verabschiedet. Präsident Robert Dreier dankt ihm herzlich für sein langjähriges Engagement als Vertreter des Bezirksvereins Thal und für seinen wertvollen Einsatz für den Berufsstand. Als Nachfolger wurde Christoph Meister aus Matzendorf einstimmig in den Vorstand gewählt. Die anderen bisherigen Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt wie auch Robert Dreier als Präsident und Christoph Haefely als Vizepräsident.
Ein besonderer Programmpunkt war die Ehrung zahlreicher langjähriger Kommissionsmitglieder und Charchierten, die mit ihrem Engagement wesentlich zur Verbandsarbeit beitragen. Speziell geehrt mit grossem Applaus und Standing Ovation wurde zudem Melanie Ackermann, Wolfwil, die an den SwissSkills 2025 den Schweizer Meistertitel im Beruf Landwirt/in EFZ errang. Für ihre herausragende Leistung wurde ihr eine Glocke überreicht. Ackermann äusserte sich auf die Interviewfrage bezüglich ihres Wunsches für die Zukunft, dass die Produktion von Nahrungsmittel im Mittelpunkt stehen soll und diese nicht durch ausufernde Bürokratie und stark einschränkende Gesetz gefährdet werden darf.
Ebenfalls geehrt wurden Bettina Stuber, Tscheppach, und Ramona Kofmel, Oberdorf, die im vergangenen Herbst mit Bestnoten die Ausbildung zur Agrotechnikerin HF an der Rütti in Zollikofen abgeschlossen haben.
Gespannt war die Versammlung auch auf das Referat zum Thema «AP 2030+, wie geht der Weg weiter» von Christian Hofer, Direktor Bundesamt für Landwirtschaft. Hofer betonte, dass eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe den Reformprozess mitbegleite und mitgestalte, damit die gesetzten Ziel erreicht werden können, im Sinne, die Landwirtschaft zu stärken, ihr mehr Verantwortung zu übertragen und die Bürokratie zu vermindern. Die Reaktionen auf dieses Ansinnen des BLW fielen von den Versammlungsteilnehmern durchaus positiv aus. Fragen stellen sich aber, wie die Steigerung der Einkommen der Landwirtschaft mit reduzieren Direktzahlungsrahmen bewerkstelligt werden soll. Zudem konnte unzureichend beantwortet werden, wie die gesamte Ernährungskette zur Zielerreichung und in die Übernahme der jeweiligen Verantwortung gleichermassen eingebunden werden kann. So stellten sich einige Teilnehmer die Frage, ob Zielvereinbarungen mit der Verarbeitungsindustrie und Detailhandel ausreichen und dem Konsument seine Aufgaben bezüglich Food Waste übertragen werden können. Der Weg geht weiter und die Möglichkeit der Vernehmlassung und Mitwirkung zur AP 2030+ steht allen offen und wird vom SOBV sicherlich genutzt, um die wichtigsten Punkte der Solothurner Landwirtschaft einzubringen.
26.02.2026 / Edgar Kupper, SOBV


