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Doris Bader, Josef Vögtli und Rolf Schwab (v.l.n.r.)

Am letzten Samstag fand in Nuglar die Jahresversammlung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins Dorneckberg statt. Präsident Josef Vögtli aus Hochwald konnte 22 Mitglieder begrüssen.

Bei den Erneuerungswahlen folgt Doris Bader auf Walter Jäggi als Ortsvertreterin von Seewen. Rolf Schwab aus Gempen übernimmt das Amt des Revisors. Der Präsident sowie die Ortsvertreter von Büren (Sebastian Vögtli), Dornach (Felix Gebhardt), Gempen (Urs Gschwind) und Nuglar-St. Pantaleon (Armin Saladin) stellten sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung und wurden bestätigt.

In seinem Jahresbericht liess der Präsident das vergangene Vereinsjahr kurz Revue passieren. Dabei betrachtete er auch das Umfeld, die Entwicklung auf den Märkten sowie die das Jahr 2025 prägenden Wetterbedingungen. Sein Fazit: mehrheitlich ein erfreuliches Jahr. Allerdings stimmt ihn nachdenklich, dass in der Folge günstiger Produktionsbedingungen im Milchmarkt Verwerfungen auftreten.

Er schloss seinen Jahresbericht mit einem Bezug auf einen gemeinsam vom Bezirksverein sowie von der Bäuerinnen- und Landfrauenvereinigung organisierten Vortrag über künstliche Intelligenz und deren Anwendung. Als Beispiel präsentierte er eine Präsentation in Bild und Ton, die auf Grundlage seines schriftlichen Jahresberichts generiert wurde.

Als Gastreferent war Edgar Kupper, Geschäftsführer des Solothurnischen Bauernverbandes, eingeladen. In seinem Referat berichtete er über den Stand der Kampagne im Zusammenhang mit der Ernährungsinitiative. Die Kampagne ist angelaufen. Auf der Homepage www.ernaehrungsinitiative-nein.ch finden sich Fragen und Antworten sowie Argumente gegen die Initiative. Banner mit der Nein-Botschaft sind in Verteilung und sollen im privaten Bereich (Gebäude) aufgehängt werden. Sechs Wochen vor der Abstimmung im September werden dann Plakate im öffentlichen Raum platziert. Dabei werden die Bezirksvereine durch den Bauernverband unterstützt.

In einem zweiten Teil berichtete Edgar Kupper über das revidierte Waldgesetz. Neu wird auch ausserhalb der Siedlung eine statische Waldgrenze eingeführt. Dies hat den Vorteil, dass in die Landwirtschaftsfläche eingewachsener Wald wieder entfernt werden kann. Dadurch entsteht mehr Rechtssicherheit, der Vollzug wird vereinfacht und die Pflege der Waldränder – insbesondere bei gestufter Gestaltung – erleichtert.

Vor der Debatte im Kantonsrat hat der Bauernverband in Gesprächen mit dem Amt für Wald, Jagd und Fischerei abgeklärt, wie die Waldfeststellung in komplizierteren Fällen (z. B. bei Waldweiden im Sömmerungsgebiet) vorgenommen wird. Diese Methodik musste bereits im Zusammenhang mit der Einführung der flächengetreuen Agrardatenerhebung (GELAN) entwickelt werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Umstellung auf eine statische Waldgrenze keine drastischen Veränderungen der landwirtschaftlichen Nutzfläche zur Folge hat.

Mit angeregten Gesprächen liessen die Besucher den Abend gesellig ausklingen.

05.03.2026 / Felix Gebhardt, Aktuar Bezirksverein Dorneckberg

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