Kanton Solothurn untersucht PFAS-Belastung in landwirtschaftlichen Böden
Der Kanton Solothurn will ausgewählte landwirtschaftlich genutzte Felder auf eine mögliche Belastung mit PFAS untersuchen. Im Fokus stehen mögliche Rückstände aus der früheren Klärschlammverwertung. Ziel ist es, eine fundierte Datengrundlage zu schaffen und besonders betroffene Regionen zu identifizieren.
Das Amt für Umwelt des Kantons Solothurn (AfU) lanciert im laufenden Jahr das Projekt «KläBo». Damit reagiert der Kanton auf aktuelle Erkenntnisse zu per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Diese langlebigen Chemikalien können sich in der Umwelt anreichern und stehen im Verdacht, die Gesundheit zu beeinträchtigen.
Mit dem Projekt stärkt der Kanton Solothurn seine Grundlagen für den vorsorglichen Umwelt- und Gesundheitsschutz und schafft Transparenz über mögliche Belastungen in landwirtschaftlichen Böden.
Das Solothurner Projekt «KläBo» verfolgt das Ziel, einen kantonalen Überblick über die PFAS-Belastung in landwirtschaftlich genutzten Böden zu gewinnen und mögliche Hotspots zu identifizieren. Dazu werden ab diesem Jahr auf ausgewählten Flächen Bodenproben entnommen und im Labor analysiert.
Am 18. März 2026 wurde auf der Webseite des Amts für Umwelt publik gemacht, dass der Kanton Solothurn seine landwirtschaftlichen Böden auf PFAS untersuchen möchte. Hier die entsprechende Publikation unter diesem Link.
Die Probenahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie den landwirtschaftlichen Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern.
Zurzeit läuft die Planung der Probenahmen. In den nächsten Wochen werden die Grundstückeigentümer/-innen, auf deren Land die Probenahmen in Planung sind, per Brief über das Projekt informiert.
Die ersten Probenahmen sind Ende April/Anfang Mai 2026 vorgesehen. In den folgenden Regionen werden Proben entnommen: Fokusgebiet Leberberg: Gemeinden Bellach, Bettlach, Grenchen und Selzach. Fokusgebiet südlicher Bucheggberg: Gemeinden Biezwil, Balm b. Messen, Hessigkofen. Fokusgebiet Mittelgäu: Gemeinden Niederbuchsiten, Kestenholz. Fokusgebiet Kleinlützel: Gemeinde Kleinlützel, Fokusgebiet Rodersdorf/Metzerlen: Gemeinden Metzerlen- Mariastein, Rodersdorf.
Der Solothurner Bauernverband steht bezüglich der Untersuchung der PFAS- Belastung auf landwirtschaftlichen Böden im Austausch mit dem Amt für Umwelt und legt Wert auf eine transparente und vorausgehende Information der betroffenen Grundeigentümer. Zudem erachtet es der SOBV als zielführend, mögliche Hotspots bezüglich PFAS Belastung zu eruieren, um allfällige Auswirkungen auf Landwirtschaftsbetriebe zu erkennen. Der SOBV weist darauf hin, dass die PFAS Belastung auf landwirtschaftlichen Böden hauptsächlich durch den von der Gesellschaft gewollten und verursachten Klärschlammaustrag erfolgt ist und die Problematik ganzheitlich angegangen und gelöst werden muss.
19.03.2026 / AFU, SOBV


