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Ergebnisse der Umfrage vom 25. Juni und 14. Juli 2026

In der gesamten Schweiz ist es sehr trocken und es besteht ein grosses Niederschlagsdefizit. Um den Schweregrad der jetzigen Situation zu eruieren wurde an die kantonalen Bauernverbände sowie an verschiedene Organisationen ein Monitoring-Fragebogen versendet. In dieser mussten die Empfänger die Situation am 25. Juni und am 14. Juli beurteilen. Wie in der obenstehenden Grafik zu sehen ist, hat sich die Situation in diesen knapp 3 Wochen weiter zugespitzt (mehr rote und orange Balken).

Zusammenfassend wurden im Futter- und Ackerbau folgende Situationen festgestellt:

Grasland: In der ganzen Schweiz leidet das Grünland unter der Hitze und Trockenheit. Das Wachstum ist eingestellt.
Getreide: Die Getreideernte ist je nach Region um etwa 2 Wochen vorgezogen. An gewissen Standorten wurden mengenmässige Verluste festgestellt, insbesondere aufgrund einer ungenügenden Kornfüllung.
Raps: Die Ernte steht kurz vor dem Abschluss und kann insgesamt als zufriedenstellend beurteilt werden.
Mais: Je nach Region sind Anzeichen von Trockenstress an eingerollten Blättern oder Wachstumsstillstand, insbesondere bei späten Saaten sichtbar. Probleme bei der Befruchtung werden befürchtet.
Kartoffeln: Schwache Entwicklung der Knollen, eingerolltes oder verbräuntes Laub, erwartete Ertragsbeinbussen sowie mögliche Qualitätsmängel.
Zuckerrüben: Verlust von Blattmasse, flach auf dem Boden liegende verbräunte Blätter. Erwartete Verluste (Tonnen und Zuckergehalt), insbesondere auf leichten Böden.
Sonnenblumen/Soja: Gestresste Pflanzen, Risiko von Befruchtungsproblemen und ungenügender Kornfüllung.
Gemüsekulturen: Totalausfälle bei Salaten, Stress bei Brokkoli und Kohl (sichtbar im Herbst), hoher Wasserverbrauch.
Obstbau: Im Allgemeinen gute Bewässerungseinrichtung vorhanden Anwendungen von Tonpräparaten werden empfohlen.
Rebbau: Wasserstress bei gewissen Rebsorten (Blattverluste). Risikoeiner Wachstumsverzögerung und eines Reifestopps.
Beeren: Risiko von Sonnenbrand und Wachstumssillstand. Frühe Reife.

Im Allgemeinen hat die Auswertung ergeben, dass fast alle Kulturen von der Trockenheit betroffen sind und sich die Situation in den nächsten Wochen kaum verbessern wird.

Situation im Kanton Solothurn

Gemäss dem Klima-Monitor von MeteoSchweiz ist deutlich erkennbar, dass insbesondere das Mittelland und vor allem der Kanton Solothurn im Vergleich zum übrigen Gebiet der Schweiz stark von Trockenheit betroffen sind (vgl. Abb. 2). In den vergangenen Wochen fiel dort über 85 % weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt.

 

Die ausserordentliche Trockenheit im Kanton Solothurn ist offensichtlich und sehr sichtbar. Praktisch flächendeckend verdorrte Wiesen und Weiden, Maiskulturen, die viel weniger hoch stehen und zum Teil ausdorren, Zuckerrüben, die vor allem tagsüber komplett die Blätter hängen lassen und die weiteren Acker- und Gemüsekulturen, die massiv unter der Trockenheit leiden. Einige Sömmerungsweiden müssen bereits den Bestand reduzieren oder die Sömmerungszeit beenden. Dies zu einem noch nie dagewesenen frühen Zeitpunkt.  Die jetzige Situation übertrifft selbst das Trockenjahr 2003. Der SOBV steht im Kontakt mit dem Amt für Landwirtschaft wie auch mit dem Schweizer Bauernverband. Auf kantonaler Ebene werden die möglichen Massnahmen getroffen, um die Landwirtschaft bei den grossen Herausforderungen zu entlasten und um Notsituationen zu überbrücken. Bei Fragen und Anliegen steht der SOBV gerne zur Verfügung und bittet die Bäuerinnen und Bauern, bei Bedarf Kontakt mit uns aufzunehmen.
 
Die Landwirtinnen und Landwirte im Kanton Solothurn werden in der kommenden Woche vom Amt für Landwirtschaft per E-Mail über weitere Sonderregelungen aufgrund der Trockenheit informiert.

23.07.2026 / Jessica Kathriner, SOBV Dienstleistungen AG

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