Wasser gegen Frost

Seit drei Jahren besitzt Christian Wittwer die Obstanlage in der Nähe des Flugplatzes in Grenchen. In der vergangenen Nacht kam zum ersten Mal seine Frostschutzeinrichtung zum Einsatz. Um die Blüten vor dem Erfrieren zu schützen, werden die Bäume mit 40 m3 Wasser pro Stunde und Hektare berieselt. Dies entspricht 4 mm Regen pro Stunde. Das Wasser kann Wittwer aus der Aare abpumpen.

Durch den Gefrierprozess des Wassers wird Wärme erzeugt. So fällt die Temperatur im Kern bei der Blüte nie unter 0°C und die Blüte ist geschützt. Wichtig sei, dass es keinen Unterbruch in der Bewässerung gebe, so Wittwer. Denn sobald kein Wasser mehr kommt, welches gefrieren kann, fällt die Temperatur und die Blüte erfriert. In diesem Fall hätte man besser überhaupt keine Massnahmen ergriffen. Ab dem Ballonstadium – sicher sobald die Blüte ganz offen ist - erträgt sie keine Temperaturen unter 0°C mehr. Austriebe mit roter Knospe bestehen gegen Temperaturen von -2°C, ist die Knospe noch nicht rot, sind sogar -3°C ungefährlich.

Sobald am Morgen die Aussentemperatur über 0°C ansteigt, kann die Bewässerung abgestellt werden. Heute war dies erst um 9 Uhr der Fall. Ob die Blüten wirklich ohne Schaden davongekommen sind, wird Wittwer heute gegen Abend abschliessend beurteilen können.

Regula von Arx

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