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Adrian Eberhard (v. l. n. r.), Beda Meier, Stefan Hueter und Reto Fankhauser standen bei den Wahlen im Mittelpunkt. (Bild P. Brügger)

 

Asylbewerber als Arbeitskräfte einsetzen

Wie muss vorgegangen werden, wenn ein Bauer Personen aus dem Asylbereich auf seinem Betrieb beschäftigen will? Dies war das Thema des Fachreferats im Anschluss an die Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Bucheggberg am vergangenen Freitag in Tscheppach. Michael Kramer vom regionalen Sozialdienst BBL erläuterte die verschiedenen Möglichkeiten und wie vorgegangen werden muss.

Um die Eignung einer Person zu prüfen eignet sich ein Schnuppereinsatz von 2-14 Tagen. Dieser muss mit dem Meldeformular, welches auf dem Internet verfügbar ist, gemeldet werden. Weitere Meldungen sind nicht nötig. Die nächste Stufe wäre ein Praktikum bis zu 3 Monaten. Dazu ist ebenfalls eine Meldung an die kantonalen Amtsstellen notwendig. Bei einem Praktikum, das mehr als 3 Monate dauert, ist eine Bewilligung notwendig. Ein solch länger andauerndes Praktikum sollte ein Ziel haben und mit einem Praktikumsvertrag sollten Pflichten und Leistungen geregelt werden. Bei längerfristigen Einsätzen steht die Anstellung im Vordergrund. Dabei müssen die branchenüblichen Anstellungsbedingungen (Arbeitszeit, Lohn etc.) eingehalten werden.

Vor dem Arbeitsbeginn in einem Anstellungsverhältnis muss der Arbeitsvertrag abgeschlossen und die Arbeitsbewilligung eingeholt werden. Der Stellenantritt darf erst erfolgen, wenn die Bewilligung vorliegt.

Sozialer Kurzeinsatz

Als Alternative zu einem Anstellungsverhältnis besteht auch die Möglichkeit, dass Leute, welche in der Sozialhilfe sind, über den Sozialdienst als Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden. Diese Möglichkeit besteht für maximal 120 Tage während eines Kalenderjahres und für maximal 100 Stunden im Monat. Bei dieser Lösung stellt der Sozialdienst dem Einsatzbetrieb Rechnung im Umfang von CHF 12.00 pro Stunde. Im Gegenzug muss sich der Betrieb um keinerlei administrative Belange kümmern.

Zum Abschluss seines Referates brachte Michael Kramer seinen Wunsch zum Ausdruck, dass nach Möglichkeit in der Landwirtschaft auch durchgehende Stellen geschaffen werden können, welche die Beschäftigung während eines ganzen Jahres ermöglichen.

In der angeregten Diskussion beteiligten sich auch Betriebsleiter, welche über mehrere Jahre schon Erfahrungen mit Leuten aus dem Asylbereich haben.

Statutarische Geschäfte

Die statutarischen Geschäfte wurden ohne grössere Diskussionen abgewickelt. Als Nachfolger für die beiden zurücktretenden Vorstandsmitglieder Beda Meier, Unterramsern, und Stefan Hueter, Biezwil, wurden Adrian Eberhard, Schnottwil, und Reto Fankhauser, Unterramsern, gewählt.

06.12.2018; Peter Brügger

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