Konsequenzen aus der Trockenheit 2018

 

Der vergangene Sommer wird vielen Landwirten negativ in Erinnerung bleiben. Die Hitze und der fehlende Regen führte zu grossen Ernteausfällen.

Die Kantonsrätin Marie-Theres Widmer (CVP, Steinhof) fordert den Regierungsart in einer Interpellation auf, Lösungen aufzuzeigen wie in Zukunft die Ernährungssicherheit der Schweizer Bevölkerung trotz des Klimawandels und der damit zunehmenden Trockenheitsperioden gewährleistet werden kann.

Um der Trockenheit entgegenwirken zu können sind die Solothurner Landwirte auf Bewässerungsmöglichkeiten angewiesen. In grossen Teilen des Kantons jedoch fehlen die Gewässer für die Bewässerung oder die Entnahme von Wasser in Trockenzeiten ist untersagt.

Eine kurze Zusammenfassung der Antwort des Regierungsrats

Um eine Grundlage für den sich abzeichnenden Klimawandel zu schaffen wurde im Auftrag des Regierungsrats ein Bericht „Anpassungen an den Klimawandel – Handlungsbedarf für den Kanton Solothurn erfasst. Durch diesen Bericht und durch den trockenen Sommer ausgelöst, wurden griffige Massnahmen die langfristig und sofort wirken eingeleitet. Diese Massnahmen sind unteranderem folgende:

  • Das Projekt „Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel – Grundlagen zur Früherkennung und Lösungsansätze“. Damit soll eine breit abgestimmte und vorausschauende Planung sichergestellt werden. Anhand der Resultate können Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft angegangen werden.
  • Die Unterstützung des Projektes Bodensonden der Hochschule für Agrar,- Forst,- und Lebensmittelwissenschaften durch das Mehrjahresprogramm des Kanton Solothurn. Mit diesem Projekt können die Bewässerung und der Wasserverbrauch optimiert werden.
  • Durch die Trockenheit ausgelöste Liquidationsengpässe können mithilfe von Betriebshilfedarlehen überbrückt werden.

Des Weiteren kann sich der Kanton grundsätzlich vorstellen Bewässerungsinfrastrukturen (z.B. Speicherseen) zu schaffen und diese mit zusammen mit andern Grossprojekten zu realisieren. Dazu sind jedoch weitere Abklärungen zur Bewässerungsbedürftigkeit, -würdigkeit und -machbarkeit wie auch zur Effizienz der Bewässerung notwendig.
Abschliessend wäre ebenfalls zu klären wie viele zusätzlich erforderliche finanzielle Mittel für die Strukturverbesserung verfügbar sind, wie das Vorhaben organisiert wird und wie die Kostenübernahme durch die Landeigentümer oder Bewirtschafter zu klären ist.

07.02.2019, Jonas Adam

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