Chlorothalonil-Verzicht

Der SOBV äussert sich nochmals klar dafür, dass das Fungizid Chlorothalonil nicht mehr verwendet werden soll.

Die Umsetzung eines schweizweiten Verbots der Fungizide mit dem Wirkstoff Chlorothalonil könnte wegen politischer Trägheit noch bis zu zwei Jahre dauern. Auf der anderen Seite werden die Wasserversorger verpflichtet, die neu definierten Grenzwerte einzuhalten und entsprechende Massnahmen zu treffen und dies innert kürzester Zeit. Dieses Vorgehen ist unverständlich. Der SOBV sowie auch der Schweizer Bauernverband (SBV) fordern daher die Landwirte und andere Verbraucher nochmals dazu auf, beim Anbau freiwillig auf chlorothalonilhaltige Fungizide zu verzichten.

Der SOBV ruft die Landwirte dazu auf, sich für die nächste Anbausaison nach alternativen Produkten oder alternativen Anbaumethoden umzusehen und die nächste Saison entsprechend zu planen. Allfällig vorrätige Produkte können bei den Verkaufsstellen zurückgegeben werden.

Wie bereits im Newsletter SOBV im Oktober 2019 ausgeführt, gibt es alternative Methoden und Produkte im Getreide-, Gemüse- und Kartoffelbau.

Weiter hofft der SOBV, dass Biozide in Fassaden- und Holzschutzfarben mit dem Wirkstoff Chlorothalonil ebenfalls nicht mehr angewendet werden und vom Bund verboten werden. Diese Biozide gelangen über das Regenwasser in die Gewässer und durch Infiltration in die Grundwasservorkommen.

05.12.2019; SOBV

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