Nicht nur die Landwirtschaft - auch Private sollen mehr Verantwortung übernehmen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden.                                              (Symbolbild)

 

PSM-Massnahmen auch für Private

Der Kantonsrat hat sich an seiner Session vom Mittwoch dieser Woche einstimmig dafür ausgesprochen, dass auch Private mehr Verantwortung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden übernehmen sollen. So verlangen die Fraktionen bei der Behandlung des von Kantonsrat Martin Rufer eingereichten Auftrages, dass die Bauwirtschaft, der Gartenbau, das Gemeindewerk und Privathaushalte in den Kantonalen Massnahmenplan Pflanzenschutzmittel stärker mit einbezogen werden sollen. Dafür sollen bis 2022 vom Regierungsrat und der eingesetzten Arbeitsgruppe weitere Massnahmen vorgeschlagen werden.

Es wird geschätzt, dass in der Schweiz jährlich 100-200 Tonnen Pflanzenschutzmittel im nichtlandwirtschaftlichen Bereich verwendet werden. Dies entspricht 5-10 % des Gesamtverbrauchs. Im privaten Bereich werden Pestizide allzu oft leichtfertig eingesetzt. Weiter sind private Anwender häufig weniger sensibilisiert und gehen im Vergleich zur Landwirtschaft unprofessionell mit den Stoffen um. Im nichtlandwirtschaftlichen Bereich ist zudem die Gefahr besonders gross, dass PSM in Oberflächengewässer gelangen.

Es gibt bereits heute Anstrengungen im nichtlandwirtschaftlichen Bereich, auf Pestizide zu verzichten. Ziel ist, diese Massnahmen durch einen Effort aller betroffener Akteure verbreitet umzusetzen.

12.11.2020, Regula von Arx

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