Verlängerung Förderprogramme

An seiner letzten Session hat der Kantonsrat dem Mehrjahresprogramm Natur und Landschaft 2021-2032 und dem Programm Biodiversität im Wald 2021-2032 einstimmig zugestimmt. Dies sind Fördergelder von total rund 65 Mio. Franken.

Mehrjahresprogramm Natur und Landschaft 2021-2032

Der Kantonsrat bewilligt einen Brutto-Verpflichtungskredit für die Phase 2021-2032 von 46.0 Mio. Franken als Fortführung der 37-jährigen erfolgreichen Arbeit für die Erhaltung und Aufwertung von Natur und Landschaft im Kanton Solothurn. Es geht darum, das Erreichte weiterzuführen, qualitativ aufzuwerten und zu ergänzen. Der jährliche Kreditbedarf wird aus Mitteln des Natur- und Heimatschutzfonds abgedeckt.

Mit dem Folgeprogramm sind folgende Mehrwerte für Natur und Landschaft anzustreben und sicherzustellen:

  • Vielfalt an regionstypischen Pflanzen und Tieren langfristig erhalten und fördern;
  • Priorität bei seltenen und gefährdeten Arten mit besonderer kantonaler Verantwortung setzen;
  • Beitrag leisten zu grossen, zusammenhängenden Lebensräumen (Biotopverbund);
  • Sichern, arrondieren und vernetzen von national bedeutenden Biotopen und gleichwertigen Naturgebieten;
  • Umsetzen der kantonalen Vorranggebiete Natur und Landschaft gemäss kantonaler Richtplanung;
  • Standortangepasste Bewirtschaftung primär durch langfristig existenzfähige Landwirtschaftsbetriebe anstreben.

Folgende bewährte Handlungsgrundsätze sind dabei konsequent weiterzuverfolgen:

  • Die Qualität der Vereinbarungsflächen soll zielgerichtet und mit Flexibilität verbessert werden;
  • Grossflächigkeit, ökologische Vernetzung und Lebensraumvielfalt sind anzustreben;
  • Die Beratung der Betriebe und die Weiterbildung sind zusammen mit bedarfsgerechten Betriebsbesuchen sicherzustellen;
  • Die langfristige Verlässlichkeit und Kontinuität bei den Vereinbarungen sind sicherzustellen;
  • Ein partnerschaftliches Vorgehen ist zu pflegen.

Ziel ist, bis 2032 ein Anteil von rund 13% Vereinbarungsflächen im Landwirtschaftsgebiet zu erreichen.

Programm Biodiversität im Wald 2021-2032

Mit der Zustimmung zum Programm Biodiversität im Wald 2021-2032 bewilligte der Kantonsrat einen Brutto-Verpflichtungskredit von 19,2 Mio. Franken. Davon werden voraussichtlich rund 10 Mio. Franken mit Bundesgeldern aus der Programmvereinbarung im Umweltbericht finanziert. Es geht darum, das Erreichte zu erhalten, weiterzuführen und zu ergänzen.

Die Kernbotschaften des Programms Biodiversität im Wald sind:

  • Das Programm leistet einen Beitrag zur Erhaltung und zur Aufwertung des Waldes für regionstypische einheimische Pflanzen und Tiere, vorab der seltenen und gefährdeten Arten mit besonderer kantonaler Verantwortung;
  • Es konsolidiert die Erfolge des bisherigen Förderprogramms Biodiversität im Wald 2011–2020 sowie der Waldmassnahmen im Mehrjahresprogramm Natur und Landschaft;
  • Räumlich gezielte Vernetzungsmassnahmen bilden Habitat-Trittsteine und leisten einen Beitrag zu grossen, zusammenhängenden Lebensräumen (Biotopverbund);
  • Wirkungskontrollen geben Auskunft über den ökologischen Wert der Massnahmen sowie den Nutzen der im Rahmen des Programms Biodiversität im Wald 2021–2032 eingesetzten Finanzmittel;
  • Die Massnahmen und erzielten Erfolge des Programms Biodiversität im Wald 2021–2032 werden stufengerecht kommuniziert.

Die Ziele der Programmphase 2021 bis 2032, insbesondere die Konsolidierung und Vernetzung der bisherigen Massnahmen zugunsten der Artenvielfalt im Solothurner Wald, werden wie folgt erreicht:

  • Schutz durch Nutzungsverzicht;
  • Erhaltung und Aufwertung von Lebensräumen;
  • Vernetzung von regional optimal verteilten Schutz- und Förderflächen mit Trittsteinen und Korridoren.

Die Weisungen des Programms Biodiversität im Wald 2021–2032 dienen als Umsetzungsinstrument. Darin sind die verschiedenen Massnahmen sowie die qualitativen und quantitativen Ziele beschrieben. Folgende bewährte Handlungsgrundsätze sind dabei konsequent weiterzuverfolgen:

  • Gegenseitige Freiwilligkeit beachten;
  • Partnerschaftliches Vorgehen pflegen;
  • Langfristige Verlässlichkeit und Kontinuität bei den Vereinbarungen sicherstellen;
  • Angemessene Beiträge für biodiversitätsfördernde Leistungen anbieten.

Ziel ist, bis 2032 einen Anteil von rund 15% Vereinbarungsflächen für die Biodiversität im Wald zu erreichen. Stand 2020: 13%.

19.11.2020, Regula von Arx

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