Humus im Solothurner Parlament

Kantonsrat Michael Ochsenbein, CVP Luterbach, wollte von der Solothurner Regierung mittels einer Interpellation wissen, wie die aktuelle Humussituation in den Ackerböden im Kanton Solothurn ist und wie der Landwirtschaft geholfen werden kann, den Humusgehalt zu steigern. Zentral war für den Interpellanten auch die Feststellung, dass beim Humusaufbau CO2 gebunden werden kann und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit zunimmt.

Der Regierungsrat wies in seiner Antwort auf die Ressourcenprogramme BORES und ARES hin, welche die Verminderung der Bodenerosion und der Emissionen zum Ziel hatten. Zusätzlich wurde das aktuell laufende Ressourcenprogramm Humus erwähnt. Dieses hat schweizweit Pioniercharakter; die Resultate liegen aber erst im Jahre 2025, bei Abschluss der wissenschaftlichen Begleitung und des Wirkungsmonitoring, vor. Daher konnte die Frage, wieviel CO2 durch welche Massnahme im Boden gespeichert wird, noch nicht beantwortet werden.

Mehrheitlich wurden die Ausführungen betreffend die Fragestellungen rund um das Thema Humus vom Kantonsrat positiv aufgenommen. Die vom Kanton Solothurn und dem Solothurner Bauernverband initiierten Projekte betreffend Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit wurden begrüsst und auch gelobt. Der SP Sprecher Simon Esslinger kritisierte einzig, dass für die Mist- und Kompostmieten vom Kanton neu Baubewilligungen verlangt würden, was doch kontraproduktiv sei. Auf der einen Seite wolle man den Humusaufbau mit verschiedenen Massnahmen fördern und auf der anderen Seite bremse man ihn wieder. FDP Sprecher Martin Rufer anerkannte, dass Kanton, Bauernverband und die Branche selbst viel für die Förderung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Böden unternehmen. Vor allem beim Projekt „Humus“ sei der administrative Aufwand für den Aufbau zu hoch; die Anforderungen von Bundesseite an solche Projekte müssten nach unten angepasst werden. Die Sprecherin der Mittefraktion, Nicole Hirt GLP, stellte fest, dass es im Interesse der Landwirtschaft selber sei, dass die Bodenfruchtbarkeit erhalten bleibe. Wenn durch Anreize, Aus- und Weiterbildung und mit guten Projekten die Landwirtschaft unterstützt werden könne und gleichzeitig etwas für das Klima gemacht werde, sei dies zielführend und vorbildlich.

05.09.2019, Edgar Kupper

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