Zentralistische Regierung der Wölfe fürht zu gravierenden Schäden. Das revidierte Jagdgesetz ist der bessere Weg.                                                                                        (Bild SOBV)

 

Entscheid auf der richtigen Staatsebene fällen

Das Erfolgsmodell Schweiz hat viel mit dem Subsidiaritätsprinzip zu tun: Der Staat regelt seine Aufgaben auf der sachrichtigen Ebene und diese soll so tief in der Staatshierarchie angelegt sein, wie möglich. Dieses Prinzip gibt den Gemeinden und den Kantonen eine sehr hohe Autonomie und der Bund greift nur dort ein, wo dies sinnvoll oder absolut notwendig ist. Dank diesem Prinzip haben wir eine hohe Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Staat. Und ein Staat, der von einer überwältigenden Mehrheit der Menschen, die darin leben, getragen wird.

Die Revision des Jagdgesetzes geht genau von diesem Gedanken aus: Der Bund legt die Grundsätze fest und die Kantone regeln die Abschüsse von Wölfen, die zu Problemtieren werden. Nicht zentralistisch, fernab in einem Verwaltungsgebäude in Bern wird entschieden, in welcher Region und wie ein Wolf Schaden anrichten und ob er jetzt abgeschossen werden darf, sondern in den Kantonen. Die Kantone verfügen sowohl über die Fachkompetenz als auch über die Kenntnisse der lokalen und regionalen Begebenheiten. Dies erlaubt ein rasches und zielgerichtetes Handeln auf der richtigen Staatsebene.

Wie das Wolfsmanagement in einem zentralistisch geführten Staat funktioniert oder eben nicht funktioniert, sieht man deutlich in Frankreich. 2019 wurden im Departement Hautes-Alpes in der Zeit vom Januar bis anfangs Oktober 1350 Schafe, 10 Rinder und 2 Fohlen gerissen. Unverantwortlich grosse Schäden mit viel Schmerz für die gerissenen Tiere aber auch grossen wirtschaftlichen Schaden für die betroffenen Tierbesitzer. Aber nichts passiert, ausser dass auf der Tafel, welche an der Grenze des Departements aufgestellt ist, täglich die Zahlen erhöht werden müssen.

Mit einem klaren Ja zur Revision des Jagdgesetzes wird eine angemessene Lösung für das Problem der regional massiv zunehmenden Wolfbestände getroffen. Auch wenn die Mittellandkantone im Moment das Problem der steigenden Wolfspopulation noch nicht kennen, gilt es klar ja zu sagen zu einer zukunftsfähigen Lösung.

03.09.2020; Peter Brügger

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