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Ausgewogenes Jagdgesetz zum Schutz von Mensch, Natur und Landschaft leider knapp abgelehnt

Dem Pro-Komitee ist es leider nicht ausreichend gelungen, die Vorteile des revidierten Gesetzes mit dem ausgewogenen Schutz von Mensch, Natur und Landschaft zu vermitteln. Das Pro-Komitee ist enttäuscht über die Ablehnung des Gesetzes sowohl auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Die Mitglieder des Pro-Komitees werden nun alles daran setzen, bei einer allfälligen Neuauflage des Gesetzes die unbestrittenen Reformen zu realisieren. Auch wird sich das Komitee gegen jede Ideologisierung des Artenschutzes stellen. Die Organisationen der Landwirtschaft und der Jagd werden deshalb ihre Sachkompetenz und ihre Interessen weiterhin engagiert und entschieden einbringen. Auf kantonaler Ebene werden sie als Vollzugspartner ihre Aufgaben weiterhin im Sinne des Schutzes von Mensch, Natur und Landschaft wahrnehmen. Die Zusammenarbeit werden sie nach bewährter Solothurner Art mit allen Kreisen pflegen, die an sachlichen und pragmatischen Lösungen interessiert sind. Kein Platz in der Solothurner Jagd- und Wildtierpolitik haben dagegen billige Polemik und unsachliche Scharfmacherei.

Verbesserungen können nicht realisiert werden

Die Ablehnung des Jagdgesetzes ist aus Sicht des Kantons Solothurn eine verpasste Chance. Zahlreiche bedeutsame Verbesserungen werden damit vorerst nicht realisiert:

  • Die kantonalen Behörden erhalten bei der Jagd- und Wildtierpolitik und namentlich bei der Regulierung geschützter Arten keine neue Kompetenzen. Damit ist ausgeschlossen, dass die Entscheide dort gefällt werden, wo auch die Kenntnis über die örtlichen Verhältnisse vorhanden ist – nämlich beim Kanton. Die langwierige und teure Bürokratie auf Bundesebene geht weiter

  • Die Solothurner Bauern, insbesondere die Solothurner Berglandwirtschaft mit den weitläufigen Weiden und Sömmerungsweiden, haben keine Gewähr, dass ihre Anliegen beim Auftreten von Nutzungskonflikten ernst genommen werden. Klare Spielregeln zur Regulation von geschützten Arten und zur Finanzierung von Schutzmassnahmen werden nicht geschaffen. Die Viehwirtschaft im Berggebiet wird unnötig behindert und die Pflege der Natur und Landschaft zum Nutzen der Biodiversität, des sanften Tourismus und der ganzen Gesellschaft wird aufs Spiel gesetzt.

  • Die Solothurner Jägerschaft hat das revidierte Gesetz engagiert mitgetragen – trotz zusätzlicher Auflagen und Vorgaben. Gerade in unserem vielfältig und intensiv genutzten Kanton ist die Jagd ein wichtiges Instrument für die Regulation.

  • Eine finanzielle Abgeltung bei Biberschäden an Infrastruktur ist verhindert worden.

 

01.10.2020; Edgar Kupper

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