Ackerkulturen im GELAN prüfen
Immer wieder kommt es vor, dass die deklarierte Hauptkultur oder auch die Anbaumethode (bsp. Herbizidverzicht), die in der GELAN-Erhebung vom Februar deklariert wurden, nicht eingehalten werden können. Witterungseinflüsse, unerwartete Neuausrichtung des Ackerbaus oder des Betriebs im Allgemeinen können dazu führen, dass im Verlauf des Frühlings anders entschieden werden muss und eine Hauptkultur oder ein Anbauverfahren anders gewählt werden.
Massgebend für die Deklaration im GELAN ist die Hauptkultur, welche üblicherweise am 1. Juni des Beitragsjahres angelegt ist. Das Amt für Landwirtschaft (ALW) empfiehlt auch dieses Jahr, die Angaben noch einmal zu prüfen. Änderungen können bis am 30. Juni 2021 schriftlich oder per Mail an das ALW gemeldet werden.
Jede Nach- bzw. Korrekturmeldung kann mehrere Programme betreffen. Entsprechend sind bei der Meldung folgende Punkte zu berücksichtigen:
- Welche Kulturfläche (GeoID oder Luftbild-Ausdruck aus dem GELAN)?
- Bisherige Kultur und neu angelegte Kultur?
- Grösse der neuen Kultur?
- Anpassung REB-Bodenbearbeitungsverfahren?
- Anpassung REB-Bodenbearbeitungsverfahren-Zusatz Herbizidverzicht?
- Anpassung REB-Reduktion Herbizide oAF?
- Anpassung REB-Reduktion PSM Zuckerrüben?
- Abmeldung Extenso?
Pläne zum einzeichnen der exakten Lage können im GELAN ausgedruckt werden. Mit der rechten Maustaste in das Luftbild klicken und die Einstellungen auswählen. Im Ausdruck können dann auch Hilfsmasse in Meter angeben, damit eine Kulturfläche am richtigen Ort unterteilt werden kann.
Ergänzend zu einem Plan/Bildschirmausdruck können weiterhin auch die GELAN-Auswertungen „Nachmeldung Kulturen“ und "Anpassung REB Pflanzenschutzmittel" verwendet werden.
Sorghum richtig deklarieren
Im Kanton Solothurn wird von einzelnen Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern Sorghum angebaut. Je nach Ernte ist Sorghum wie folgt zu deklarieren:
- Sorghum gedroschen muss als Sorghum (Code 549) erfasst werden.
- Sorghum siliert muss als als übrige offene Ackerfläche, beitragsberechtigt (Code 59701) erfasst werden.
- Der Kulturcode für Hirse (Code 542) ist für Echte Hirse oder Rispenhirse korrekt.
Bei offenen Fragen kann das Amt für Landwirtschaft kontaktiert werden.
17.06.2021/ Amt für Landwirtschaft


