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Bei dieser Pflanze hat es Erdfloh-Schabstellen auf den Keimblättern. Ab zwei echten Blättern liegt die Bekämpfungsschwelle bei 80% der Pflanzen mit Schabstellen.

Viel Geduld ist in diesem Frühling gefragt, einerseits zum Abwarten auf trockenere Bodenverhältnisse oder, dass die gesäten Kulturen endlich einen Wachstumsschub erhalten. Die kurzen Zeitfenster ohne Niederschläge müssen so gut wie möglich für die Feldarbeiten genutzt werden.


Kartoffeln: Krautfäulesaison hat begonnen

In Ecublens (VD) wurde am 15. April der erste Befallsherd entdeckt. Wo Frühkartoffeln abgedeckt werden, sollte in jedem Fall eine Kontrolle der Stauden erfolgen, zudem ist eine vorbeugende Behandlung mit einem teilsystemischen Fungizid angezeigt. Bei den ersten Krautfäulebefällen in der Saison handelt es sich praktisch ausschliesslich um Primärherde in Frühkartoffeln unter Vlies, wo die Infektion von befallenem Saatgut ausgeht. Der Befall tritt bei frühzeitigem Erkennen erst nesterweise im Bestand auf und breitet sich anschliessend über Sporen weiter im Feld aus und mit dem Wind auf gesunde Bestände im Umkreis von mehreren Kilometern.
Kleine Primärherde sollten unbedingt aus dem Feld entfernt und der kantonalen Pflanzenschutzfachstelle oder dem Prognosedienst PhytoPRE (www.phytopre.ch) gemeldet werden, damit alle Kartoffelproduzentinnen und –produzenten informiert werden können.

Mais säen

Die Maissaat hat begonnen. Die Böden sind laut Bodenmessnetz mittlerweile verbreitet über 10°C warm bis in 20 cm Tiefe. So kann der Mais schnell keimen und auflaufen. Das Problem mit den nassen Verhältnissen im Boden besteht jedoch nach wie vor. Bodenbearbeitungen sollten auf ein Minimum reduziert werden. Verdichtungen im Boden zeigen sich beim Mais mit verzögertem Aufwuchs und einem schlecht ausgebildeten Wurzelwerk, was wiederum die Nährstoffaufnahme behindert. Momentan drängt die Saat von Silomais noch nicht. Insbesondere bei Saatsystemen ohne wendende Bodenbearbeitung ist die Bodentemperatur entscheidend. Die Böden erwärmen sich besonders bei Direkt- oder Streifenfrässsaat weniger schnell. Je wärmer der Boden ist, desto schneller entwickelt sich der Mais und umso weniger lang ist er anfällig auf Vogelschäden, Schneckenfrass oder Unkrautdruck.

Sonnenblumen hacken

Solange die Bodenverhältnisse feucht bleiben, ist mit einem erhöhten Schneckendruck zu rechnen. Die Kulturen müssen deshalb weiterhin überwacht werden. Die Sonnenblumen sind, wie so viele Kulturen in diesem Frühling, unterschiedlich weit entwickelt oder konnten erst diese Woche gesät werden. Eine mechanische Unkrautbekämpfung mit dem Hackgerät zwischen den Reihen empfiehlt sich ab zwei bis vier Blattpaaren. Der Boden sollte nicht zu tief bearbeitet werden (max. 5cm) und je nach Gerät empfehlen sich Pflanzenschutzscheiben, um die Pflanzen vor Verschüttung zu schützen. Möglich wäre auch ein ganzflächiger, vorsichtiger Durchgang mit dem Hackstriegel, wenn die Oberfläche genügend abgetrocknet ist und die Saatgutablage genügend tief und regelmässig erfolgt ist. Es ist dabei aber Vorsicht geboten, dass die jungen Pflanzen nicht mit Erde zugeschüttet oder verletzt werden (Zinkendruck reduzieren und Fahrgeschwindigkeit anpassen).

Zuckerrüben

Die Frühsaaten ab 25. März haben zwei bis vier echte Blätter und schon zwei Herbizidbehandlungen hinter sich. In diesen Feldern gilt es zu beurteilen, wie gut die Rüben den Stress der Herbizidbehandlungen verdaut haben. Mit den nun höheren Temperaturen sollten sie jetzt einen Wachstumsschub erhalten. Ansonsten sollen die gemachten Beobachtungen auch im Zusammenhang mit der gewählten Dosierung der Mittel schriftlich festgehalten werden, damit daraus Lehren für die nächsten Jahre gezogen werden können. In allen Feldern, unabhängig vom Saatzeitpunkt, müssen die Schnecken überwacht werden. Der Erdflohschaden muss ebenfalls kontrolliert werden. Die Bekämpfungsschwelle für eine Behandlung mit Pyrethroiden (Sonderbewilligung) liegt ab dem 2-Blatt-Stadium bei 80% der Pflanzen mit Schabstellen. Falls eine Erdflohbehandlung nötig wird, sollte diese mindestens zwei Tage vor der Herbizidbehandlung gemacht werden.

Eiweisserbsen

Auf Feldern mit Wintereiweisserbsen konnten diesen Frühling verbreitet ausgewinterte Stellen beobachtet werden. Es gibt verschiedene Krankheitsursachen, die dafür in Betracht gezogen werden können. Einerseits sind Fuss- und Welkekrankheiten dafür verantwortlich. Typisch dafür ist das nesterweise verkümmern, welken, vergilben und verdorren der Erbsenpflanzen. Bei diesen Krankheiten können im unteren Teil des Stängels rötlichbraun verfärbte Gefässe festgestellt werden. Andererseits ist auch die Brennfleckenkrankheit mit typischen Flecken auf den Blättern vorhanden. Der milde Winter mit anhaltend feucht-nasser Witterung förderte die Ausbreitung dieser Krankheiten in den Wintereiweisserbsen. Allgemein ist der Anbau von Sommereiweisserbsen zu bevorzugen, dort ist das Schadpotential der Krankheiten geringer.

02.05.2024 / Barbara Graf, BZ Wallierhof

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