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Feldhygiene und Planung

Kurz vor der Ernte stehende Getreide- und Rapsparzellen sollten jetzt nochmals kontrolliert wer-den. Blühende Problemunkräuter wie Blacken, Disteln oder Neophyten sollten dringend abgeschnitten und im Kehricht entsorgt werden, damit deren Ausbreitung über Samen sowohl in den eigenen wie auch auf fremde Parzellen vermieden werden kann. Weiter ist es wichtig, dass Stellen mit Problemunkräutern in den Aufzeichnungen vermerkt werden und nach der Ernte sowie auch in der Folgekultur gezielt bekämpft werden. Weiter können die vorhandenen Krankheiten bestimmt werden. Die Witterung der letzten Woche hat die Ausbreitung diverser Getreidekrankheiten begünstigt – ein Augenmerk sollte bei anfälligen Sorten auf die Fusarien gelegt werden (z.B. Nara, Forel, Hanswin, siehe www.fusaprog.ch). Die gemachten Beobachtungen müssen festgehalten werden. Sie helfen, bei der Anbauplanung 2023 Anpassungen vorzunehmen. Unter anderem beinhaltet dies die Parzellenwahl für eine Kultur, die Sortenwahl, die Bodenbearbeitung sowie die Pflanzenschutzstrategie.

Herbizidverzicht: neu zu beachten

Die Gerstenernte ist noch im Gange und der Weizen reift bei diesem Wetter schnell ab. Tipps zur Stoppelbearbeitung waren letzte Woche in dieser Rubrik zu lesen. Bevor die Stoppelbearbeitung gemacht wird, ist es wichtig, sich strategische Überlegungen zu machen. Entscheidend ist, was für eine Kultur folgen soll und wie die Kultur geführt wird.
Bei Winterkulturen, welche 2023 für den Herbizidverzicht angemeldet werden möchten, müssen die Richtlinien bereits ab der Ernte der Vorkultur eingehalten werden, was jetzt aktuell ist.
Ein konkretes Beispiel: im Jahr 2022 steht Weizen und für das Kulturjahr 2023 ist Raps geplant. Wenn der Raps, welcher bereits im August 2022 gesät wird, für den Herbizidverzicht angemeldet werden möchte, müssen bereits ab der Ernte des Weizens die Richtlinien eingehalten werden. Damit gemeint ist:

  • Kein Herbizid ab Ernte des Weizens bis zur Ernte des Rapses
  • Einzelstockbehandlung und Saatgutbeizung im Raps sind zugelassen
  • Bandbehandlung ab der Saat in der Reihe des Rapses auf maximal 50% der Fläche ist erlaubt

Je nach geplanter Kulturführung muss auch das Saatsystem angepasst werden. Ist das Ziel eine mechanische Unkrautregulierung und/oder eine Herbizidapplikation im Band, wird der Raps mit Einzelkornsaat gesät. Wird eine Untersaat angelegt, kann sowohl Einzelkorn- wie auch Breitsaat Sinn machen.

Der Herbizidverzicht ist neu eine Betriebsmassnahme – alles oder nichts, gleich wie beim Extenso-Getreide. Das heisst, dass nicht parzellenweise angemeldet werden kann, sondern die gesamte Betriebsfläche einer Kultur eingeschlossen ist. Folglich müssten bei diesem Beispiel auf allen Raps-Parzellen auf Herbizid verzichtet werden, wenn die Kultur Raps für den Herbizidverzicht angemeldet wird. Deshalb gilt es sich gut zu überlegen, bei welcher Kultur auf welchen Parzellen ein Verzicht sinnvoll ist. Erst nach der Ernte der Vorkultur kann sauber beurteilt werden, ob ein Verzichten auf Herbizide in der Folgekultur zielführend ist.

Bei Anmeldung weiterer Label wie beispielsweise IP-Suisse gibt es zusätzliche Möglichkeiten und Bestimmungen.

Mais

Das Wetter wirkt sich positiv auf das Maiswachstum aus. Die Kulturführung ist in den meisten Be-ständen abgeschlossen. Bei spät gesäten Beständen steht die zweite Düngergabe oder das Aus-bringen der Trichogramma noch an.
Die Überwachung des Maiswurzelbohrers hat begonnen. In der ganzen Schweiz stellen die Kantonalen Pflanzenschutzfachstellen zu diesem Zweck Fallen in ausgewählte Maisfelder. In regelmässigen Abständen kontrollieren sie diese auf Fänge von Maiswurzelbohrer-Käfern. Fänge können bis September gemacht werden, weshalb definitive Fruchtfolgeeinschränkungen nicht vorher kommuniziert werden können. Es ist empfehlenswert, auch ohne Fänge nicht mit Mais auf Mais in der Fruchtfolge zu planen.

Zuckerrüben

In den Zuckerrüben machen sich nach den teilweise starken Gewittern die bakteriellen Pseudomonas-Blattflecken bemerkbar. Die Pseudomonas-Blattflecken treten ab Reihenschluss nach längeren Regenperioden, Hagel oder feuchtkühlem Wetter auf. Auf den Blättern bilden sich dunkle Flecken von unregelmässiger Form und Grösse. Häufig treten diese Flecken entlang der Blattadern auf. Die Flecken haben einen breiten, schwarzbraunen Rand. Den bakteriellen Flecken kann durch eine gute Feldhygiene vorgebeugt werden. Eine Bekämpfung ist nicht zugelassen.
Die Pseudomonas-Blattflecken dürfen nicht mit Cercospora-Blattflecken verwechselt werden. Die durch Pilzbefall versursachten Cercospora-Blattflecken sind klein, hell und rund sowie von einem rötlichen Rand umgeben.
Die Schosserrüben müssen dringend entfernt werden, damit keine Durchwuchsprobleme auftauchen. Besonders wichtig ist es bei den Conviso-Rüben, gegen welche ein Herbizid mit Sulfonylharnstoffen keine Wirkung hat.

30.06.2022 / Barbara Graf, BZ Wallierhof

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