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1913 wurde die Brühllandgenossenschaft Solothurn - Bellach gegründet. Ziel der Genossenschaft war es auf den einbezogenen Grundstücken eine Melioration mit Güterzusammenlegung durchzuführen, den Wasserhaushalt im Westen Solothurns und im Süden Bellachs zu regeln und so das wertvolle Kulturland vor Überschwemmungen zu schützen. Ein weit verzweigtes Drainagenetz und die beiden Entwässerungskanäle Brühlgraben und Brunngraben in Solothurn wurden erstellt. Heute dienen diese Entwässerungskanäle nicht nur zur Regulierung des Wasserhaushalts der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke, sondern auch der Ableitung des Oberflächenwassers aus dem Baugebiet. Für die Einleitung in die Aare sind seit dem Kraftwerkbau Flumenthal drei Pumpwerke notwendig, damit das anfallende Meteor- und Drainagewasser in die höher liegende Aare abgepumpt werden kann.

Damit ein einwandfreier Unterhalt dieser baulichen Anlagen sichergestellt ist, ist seit 1994 im kantonalen Landwirtschaftsgesetz festgesetzt, dass die Werke von Flurgenossenschaften in das Eigentum und zum Unterhalt an die jeweilige Gemeinde übergeben werden. Mit der Auflösung der Brühllandgenossenschaft, welche von den beteiligten Grundeigentümern an der Generalversammlung vom 26. September 2023 beschlossen und vom Regierungsrat des Kantons Solothurn mit Beschluss vom 14. November 2023 bewilligt wurde, kann diese Übertragung vorgenommen werden. Die beiden Einwohnergemeinden stellen nun sicher, dass das umfangreiche Drainagesystem und die Entwässerungskanäle langfristig einwandfrei funktionieren.

Bevor die Brühllandgenossenschaft aufgelöst werden konnte, musste zuerst wieder ein Vorstand bestimmt werden. Seit den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts war die Genossenschaft ohne Vorstand nicht mehr handlungsfähig. An einer Versammlung der Grundeigentümer wurde ein neuer Vorstand gewählt, damit die notwendigen Arbeiten für die Auflösung und Übertragung der Werke vorgenommen werden konnten.

Zum Abschluss der Übertragung der Werke übergab der Präsident der nun aufgelösten Brühllandgenossenschaft der Stadtpräsidentin von Solothurn und der Gemeindepräsidentin von Bellach je eine altes Drainagetonrohr, wie es zur Regelung des Wasserhaushalts im letzten Jahrhundert vielerorts meist in aufwendiger Handarbeit verlegt wurde.

Für Stadtpräsidentin Stefanie Ingold bringt die Übernahme der Entwässerungskanäle für die Stadt einen grossen Nutzen: Das anfallende Meteorwasser aus dem Baugebiet kann über den Brühlgraben und den Brunngraben der Aare zugeführt werden. Die Synergien mit der Sicherstellung eines geordneten Wasserhaushalts in der Landwirtschaftszone sind erheblich. Der Unterhalt der Entwässerungsanlagen ist im Detail in einem von der Einwohner-Gemeindeversammlung der Stadt Solothurn am 24. Juni 2014 beschlossenen Flurreglement geregelt.

Für die Bellacher Gemeindepräsidentin Lea Schluep ist es eine klare Aufgabe der Gemeinde nicht nur im Baugebiet sondern auch in der Landwirtschaftszone für den Werterhalt der Infrastruktur zu sorgen. Bereits 2016 hat die Einwohnergemeinde Bellach die Bauarbeiten für eine umfangreiche Instandstellung aller landwirtschaftlichen Entwässerungen im Gemeindegebiet der Aareebene abgeschlossen. Die entsprechenden Baukosten wurden mit Beiträgen der Strukturverbesserung von Bund und Kanton unterstützt. Die Flurwege, die ursprünglich auch von der Brühllandgenossenschaft erstellt wurden, wurden bereits in den sechziger Jahren von den Gemeinden übernommen. Das Wegnetz dient schon lange nicht mehr nur der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, sondern wird für die Naherholung sehr intensiv genutzt.

Felix Schibli, Chef des Amtes für Landwirtschaft begrüsst die Übernahme der Werke durch die bei-den Gemeinden ausdrücklich. Es ist sehr wichtig, dass die Gemeinden den Unterhalt und damit die Werterhaltung der für die landwirtschaftlich genutzten Flächen wichtigen Drainagesysteme sicher-stellen. Dies insbesondere auch für die langfristige Sicherung der wertvollsten Fruchtfolgeflächen zur Aufrechterhaltung der Nahrungsmittelproduktion. Die umfangreichen Niederschläge im bisherigen Winterhalbjahr 2023/24 haben zudem deutlich gemacht, dass die Landwirtschaftsflächen im Brühl ohne diese Anlagen unter Wasser gestanden wären.

Insgesamt bestehen im Kanton Solothurn Drainagen mit einem Wiederbeschaffungswert von schätzungsweise rund 175 Millionen Franken.

25.01.2024 / Peter Brügger

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