DV Solothurnischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband
Am Dienstag, 8. März fand die Delegiertenversammlung des Solothurnischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands (SOBLV) statt. In diesem Jahr wird das 90zig jährige Bestehen des Verbandes und das 50zig jährige Bestehen des Haushaltshilfedienst gefeiert.
Zusammenarbeit der Präsidentinnen klappt
Seit 2020 teilen sich Ida Schaffter und Sieglinde Jäggi das Präsidium. «Oft werde ich gefragt», sagte Kassierin Marie-Theres Widmer, «ob Co-Präsidien funktionieren würden.» Sie bestätigte, beim SOBLV klappe es bestens. «Die zwei Frauen kommen aus der gleichen Gegend und haben ihre Aufgaben abgesprochen.» Es war ihre erste gemeinsame physische DV. Weil sie ihre Vorgängerin Rita Hänggi noch nicht offiziell verabschieden konnten, hatten sie einen Plan ausgeheckt. So hörten die Teilnehmerinnen auf einmal Ritas Stimme und sahen sie auf der Grossleinwand. Die Ex-Präsidentin verfolgte von hoher See, wo sie seit zwei Jahren mit ihrem Mann Blasius Bootsfahrten anbietet, die DV. «Rita war Bäuerin und Wirtin», schmunzelte Sieglinde Jäggi.
Und noch ein Abschied
Verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt wurde nach 25 Jahren grossem Engagement Jeannette Iseli als Vermittlerin vom Landfrauendienst. Aus dem Vorstand trat nach zwölf Jahren tatkräftiger Mitarbeit Karin Elsässer aus. Sie tritt als Präsidentin der Sektion Solothurn und Umgebung in die Fussstapfen von Rosmarie Emch. Marie-Theres Widmer erläuterte die Jahresrechnung und machte Mut: «Wir haben in den letzten zwei Jahren rund 200 Mitglieder verloren und in der Kasse klafft ein Manko. Trotzdem sind wir gut aufgestellt.» Sie warb dafür, dass Frauen sich politisch, sozial und wirtschaftlich noch mehr einsetzen sollen. «Glaubt mir, es lohnt sich, es kommt immer etwas zurück!»
Maschinen können Menschen nicht ersetzen
Viel Beachtung fanden die Worte von Nadja Kupper vom Haushaltservice. Im Haushalt schreite die Digitalisierung immer mehr voran. Als Beispiel nannte sie lebensmittelscannende Kühlschränke, welche den Ablauf von Produkten melden. «Aber», rief sie in Erinnerung, «fürs gründliche Putzen und die gute Ordnung braucht es weiterhin Menschen. Haushalthilfen werden nicht aussterben.» Sie hoffe, durch die Automatisierung werde das respektvolle Miteinander nicht verschwinden.
Bild: Bauern Zeitung
17.03.2022 / Benildis Bentolila, Bauern Zeitung


