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Viele LandwirtInnen habe Kälber, Rinder oder Kühe, welche bei anderen Artgenossen die Euteranlage oder das Euter besaugen. Dies kann bei laktierenden Kühen zu Milchverlust und bei Kälbern, Rindern und Galtkühen zu Euterentzündungen bis hin zur Schädigung von Vierteln führen.

Das gegenseitige Besaugen der Kälber ist eine multifaktoriell bedingte Verhaltensstörung. Das heisst, dass mehrere Faktoren bestimmen, ob die Kälber auf einem Betrieb einander besaugen oder nicht. Nachfolgend werden die drei wichtigsten Faktoren erläutert.


1. Hunger bzw. unbefriedigtes Saugbedürfnis

Von Natur aus trinkt ein Kalb, je nach Alter, bis zu zwölfmal täglich rund 10 Minuten am Euter der Mutter. Somit entsteht eine Saugdauer von über 1.5 Stunden. Mit der heute weit verbreiteten restriktiven Tränke (2x pro Tag je 3 Liter) kann das Saugbedürfnis der Kälber nicht gestillt werden. Mit einem Nuggi, welcher einen höheren Saugwiederstand aufweist, kann das Saugbedürfnis verringert werden. Wenn die Kälber nach dem Tränken einige Minuten fixiert werden, wird der Saugtrieb ebenfalls eher unterbunden. Eine weitere Möglichkeit, den Saugtrieb zu stillen, ist das Anbringen alter Nuggis im Stall, damit die Kälber an diesen saugen können oder die Ad-libitum-Tränke, denn für ein Kalb ist es wesentlich interessanter, den Saugtrieb am Nuggi auszuleben, als bei anderen Kälbern.


2. Langeweile

Kälber sind sehr neugierige und aktive Tiere. Die Umgebung ist für die Kälber irgendwann einmal nicht mehr spannend. Dies kann ein Grund sein, warum ein Kalb mit dem Besaugen der ArtgenossInnen anfängt. In dem den Kälbern eine interessante Beschäftigung geboten wird, werden sie abgelenkt. Eine geeignete Lösung bieten beispielsweise Gummibälle oder wenn das Heu in einem freihängenden Netz verfüttert wird.


3. Stress

Das Saugen setzt beim Kalb Glückshormone frei und senkt die Herzfrequenz. Es ist vergleichbar wie wenn ein Mensch Schokolade isst. Deshalb saugt ein Kalb, wenn es gestresst ist. Stress kann viele Ursachen haben. Diese sind besonders in der Fütterung, in der Haltung und im Management zu suchen. Besonders häufiger Stallwechsel oder Tierwechsel stressen die Kälber. Weitere Stressfaktoren sind z.B. schlechte Luft, Lärm, Fliegen, Hitze oder auch hohe Besatzdichte. Somit ist auch erklärbar, weshalb Rinder auf der Sommerweide oder Aufzuchtrinder auf dem Aufzuchtbetrieb mit dem gegenseitigen Saugen beginnen.


Die wohl häufigste und kurzfristig einfachste Massnahme gegen das Saugen ist das Anbringen eines Saugringes (Stechers). Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Wichtig ist, dass der Saugschutzring den Tieren angepasst ist und sie beim Fressen und Trinken nicht gestört werden. Ebenfalls darf der Ring nicht zu eng angebracht werden, denn ansonsten können Druckstellen oder Wunden entstehen. Der Ring muss von Zeit zu Zeit auf die Passform kontrolliert werden. Wichtig ist, dass ein Saugschutzring, aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr vor einem Transport entfernt wird. Weitere Informationen bietet das Merkblatt „Einsatz von Saugschutzringen und Saugschutzhalftern bei Rindern“.

Bild: BLV

13.07.2023 / Stefanie Jost

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