Information zur Bekämpfung der grünen Pfirsichblattlaus in Zuckerrüben
Bei der Auszählung diese Woche wurden verbreitet grüne Pfirsichblattläuse gefunden (pro 50 kontrollierten Pflanzen mehr als 2 befallene Pflanzen). Somit darf auf dem gesamten Solothurner Kantonsgebiet die grüne Pfirsichblattlaus bekämpft werden.
Nach Absprache mit der Zuckerrübenfachstelle sowie der kantonalen Pflanzenschutzfachstelle Bern gilt für dieses Jahr folgende Strategie:
- Erste Behandlung mit Teppeki (140 g/ha) oder Movento SC* (0.45l/ha) ohne Sonderbewilligung.
- Zweite Behandlung nur notwendig, wenn die Zuckerrüben zwei Wochen nach der ersten Behandlung noch nicht 12 Blätter ausgebildet haben. Zweite Behandlung mit Teppeki (140 g/ha) oder Movento SC* (0.45l/ha) ohne Sonderbewilligung. Mittelwechsel zwingend!
*Movento SC hat in der EU eine Aufbrauchfrist am 30.10.2025. In der Schweiz wurde die Aufbrauchfrist aufgeschoben.
Es wird dringend empfohlen, Lagerbestände aufzubrauchen. In vielen Parzellen wurden bereits Nützlinge wie Marienkäfer- oder Schwebfliegenlarven gefunden, welche bei der Regulierung der Blattläuse mithelfen. Zuckerrüben sind bis ins 10-12-Blatt Stadium anfällig auf Blattläuse, danach bricht die Population in der Regel zusammen. Da die meisten Zuckerrübenfelder bereits weit entwickelt sind (6-12 Blätter), dürfte dieses Jahr wiederum eine bis zwei Behandlungen für die Blattlausbekämpfung ausreichen.
Schwarze Blattläuse werden mit beiden Mitteln miterfasst. IP-Suisse Rüben oder Flächen, welche im Bundesprogramm «Verzicht auf Pflanzenschutzmittel» (Extenso) angemeldet sind, müssen vor einer allfälligen Behandlung bei der entsprechenden Stelle abgemeldet werden. Wir empfehlen jedoch nicht, aus den Programmen auszusteigen aufgrund einer Blattlausbekämpfung.
Bei Fragen zur Bekämpfung der Blattläuse können Sie sich bei der Pflanzenschutzfachstelle am Wallierhof bei Gaetano Mori (032 627 99 72) oder Micha Wyss (032 627 99 78) melden.
22.05.2025 / Pflanzenschutzfachstelle Kanton Solothurn


