«Ohne Helfer geht nichts»
Gestern Mittwoch dankte der Solothurner Bauernverband (SOBV) anlässlich des Dankesessens neun Bauernfamilien für die grosse geleistete Arbeit am Nationalfeiertag.
Neun Bauernbetriebe boten 2024 einen Brunch an. Beim Start der Kampagne 1993 waren es im Kanton Solothurn 21 Betriebe und Organisationen, welche einen 1. August – Brunch durchführten. Die Anzahl der Anbieter hat im Verlauf der Jahre abgenommen. Umso erfreulicher, dass der Brunch nach einem Tiefstand in den Covid-Jahren wieder auf mehreren Bauernbetrieben im Kanton angeboten wird. 2024 erstmal einen Brunch auf ihrem Hof durchgeführt hat Sibylle Lüthi aus Horriwil. Bereits auf dem elterlichen Betrieb habe sie einen Brunch organisieren wollen. Dies kam jedoch nie zustande. Nun auf ihrem eigenen Betrieb hat sich die junge Landwirtin entschieden, rund 150 Besucher am Nationalfeiertag zu bewirten - und hat sich bereits wieder für den kommenden 1. August – Brunch angemeldet. Denn es wäre schade, den Brunch nur einmalig durchzuführen, so Lüthi. Schliesslich habe man sich bereits bei der ersten Durchführung Knowhow angeeignet, welches erweitert werden könne. Für dieses Jahr plant die Betriebsleiterin zusätzliche Kapazität in der Küche ein. Und bezüglich Vorbereitung habe sie sich vorgenommen, lediglich das Nötigste am 1. August selbst zu erledigen. «Eine gute Organisation ist das A und O», ist Lüthi überzeugt. Und gute Helfer. «Ohne die geht nichts.»
Beinahe seit Beginn der Kampagne 1993 alle Jahre dabei sind die Familie Stefan Wyss, Boningen, und Familie Karin und Philipp Hengartner, Olten. Wyss‘ boten vergangenes Jahr bereits zum 29-mal einen Brunch an. Dabei werden auf dem Milchwirtschaftsbetrieb mit Ackerbau bis zu 500 Personen verköstigt. Ähnlich auch bei Familie Hengartner: Seit 28 Jahren dabei bestreitet die Familie den Brunch auf dem Ruttigerhof, an dem rund 500 Besucher teilnehmen, mit 25 bis 30 Helfern.
Edgar Kupper, Geschäftsführer des SOBV dankte allen Bauernfamilien für die Durchführung des 1. August-Brunch und somit für die sehr wichtige Basiskommunikation, die sie erbringen. Diese Anlässe fördern den Austausch mit der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung, was sehr wertvoll ist. Die Brunch-Betriebe seien nicht in allen Bezirken des Kantons gleichermassen vertreten, führte Edgar Kupper aus. So würde es der SOBV sehr begrüssen, wenn sich weitere Betriebe aus dem Niederamt und dem Schwarzbubenland für die Durchführung des Brunches anmelden würden. Bei Fragen und Unsicherheiten steht der SOBV sehr gerne unterstützend zur Verfügung. Die Anmeldefrist läuft bis Ende April.
Hier geht’s zur Anmeldung.
20.03.2025 / Andrea Imbaumgarten, Kantonalverantwortliche 1. August-Brunch


