Rückblick Nationalratswahlen 2023
Die bäuerlichen Kandidierenden konnten zwar keinen Nationalratssitz erobern, aber die guten Resultate wecken Hoffnungen.
Der Solothurner Bauernverband bedankt sich bei allen acht bäuerlichen Kandidatinnen und Kandidaten für ihren sehr engagierten und sehr aktiven Wahlkampf. Sie opferten viel Zeit und auch finanzielle Ressourcen und dies insbesondere auch, um den Bauernstand des Kantons Solothurn in Bern möglichst direkt vertreten zu können. Im Vorfeld war allen Kandidierenden klar, dass ein Nationalratssitz eine hohe Hürde darstellt, einerseits, weil bisherige Nationalräte wieder kandidierten oder auch sehr viele und hochdotierte Kandidierende sich der Wahl stellten. Ebenfalls spielt die relativ kleine Anzahl von 6 Nationalratssitzen, welche dem Kanton Solothurn zustehen, ein entscheidende Rolle. Auf diesen wenigen Sitzen alle Branchen und Interessen vereinen zu können oder deren Anspruch abdecken zu können, ist ein sehr schwieriges Unterfangen und es hat nicht gleichzeitig ausreichend Platz für alle. Der Solothurner Bauernverband unterstützte die bäuerlichen Kandidatinnen und Kandidaten mit verschiedenen Massnahmen und mobilisierte insbesondere seine Mitglieder, möglichst zahlreich an die Urne zu gehen und die bäuerlichen Kandidatinnen und Kandidaten zu wählen. Dies hat sicher auch funktioniert. Die bäuerlichen Kandidierenden holten wie üblich nicht nur Stimmen in ihren Wohnregionen sondern im ganzen Kanton verteilt und in jeder Gemeinde. Und dass die Bauernschaft zusammenhält zeigen die vielen Panaschierstimmen der Kandidierenden.
Nationalratskandidat Martin Rufer, Direktor des Schweizer Bauernverbands, erreichte den ersten Ersatzplatz auf der FDP Liste West und direkt dahinter reihte sich Landwirt Markus Dietschi ein. Auf dem sechsten Platz dieser Liste landete Franziska Hochstrasser, ehemalige Geschäftsführerin des Bauernverbands beider Basel. Edgar Kupper, Geschäftsführer des Solothurner Bauernverbands und Landwirt, konnte den ersten Ersatzplatz auf der Hauptliste der Mitte ergattern, hinter dem bisherigen Nationalrat Stefan Müller-Altermatt. Bis fast am Schluss sah es danach aus, als dass die Mitte einen zweiten Sitz erobern würde und Kupper somit gewählt würde. Leider drehte dies aber ganz am Schluss noch zu Gunsten der Grünen. Auf der Hauptliste der SVP erreichte Landwirt Beat Künzli den vierten Platz und verpasste somit den ersten Ersatzplatz um nur 202 Stimmen. Marie Theres Widmer, Bäuerin aus Steinhof, erreichte Rang drei auf der Mitte Liste Region Solothurn. Der Oensinger Landwirt Hermann Hofstetter belegte auf der Liste 7 der SVP Rang drei und Christian Riggenbach Rang vier auf der Liste 17 der Grünen.
Das gesetzte Ziel, mindestens einen bäuerlichen Vertreter nach Bern schicken zu können, wurde leider verfehlt. Die verschiedenen guten Plätze sind aber eine Hoffnung für die Zukunft, sei es für die kommenden Kantonsratswahlen, für die nationalen Wahlen in vier Jahren oder für Wahlen auf kommunaler Ebene. Die Kandidierenden haben an Bekanntheit und politischer Erfahrung gewonnen, haben sich sehr positiv präsentiert und stehen in den Startlöchern, die Solothurner Landwirtschaft zukünftig in verschiedenen Gremien aktiv vertreten zu können. Nochmals besten Dank an alle Kandidierende und insbesondere auch an alle Bäuerinnen und Bauern, deren Familien und allen Wählerinnen und Wählern für die sehr gute und wichtige Unterstützung unserer bäuerlichen Kandidatinnen und Kandidaten.
26.10.23 / Edgar Kupper, Geschäftsführer SOBV


