Vogelgrippe auch in der Schweiz
Nachdem sich die Vogelgrippe-Seuchenlage in Europa im Sommer 2022 nicht wesentlich beruhigt hat und mit Beginn des Vogelzugs in die Winterquartiere immer mehr Fälle verzeichnet wurden, hat die Vogelgrippe nun auch die Schweiz erreicht: Sie wurde am 17. November 2022 bei einem Graureiher und einem Pfau im Kanton Zürich nachgewiesen.
Aufgrund dessen erlässt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) Massnahmen zum Schutz der Geflügelhaltungen in der ganzen Schweiz. Diese treten am Montag, 28. November 2022 in Kraft.
Hier die wichtigsten Massnahmen in der Übersicht:
- Geflügel (Hühner-, Gänse- und Laufvögel) muss so gehalten werden, dass kein Kontakt zu Wildvögeln möglich ist. Dies bedeutet, dass sich das Geflügel nur noch in einem vogeldichten Innenbereich oder in einem rundum vogeldichten Aussenbereich (umsetzbar z.B. durch Zäune / Netze mit einer Maschenweite von max. 4cm) aufhalten darf.
- Vögel der Ordnung Hühnervögel (Galliformes, z.B. Hühner, Wachteln, etc.) müssen von den Vögeln der Ordnungen Gänsevögel (Anseriformes, z.B. Gänse, Enten, Schwäne) und Laufvögel (Struthioniformes, z.B. Strauss, Emu) getrennt gehalten werden.
- Biosicherheitsmassnahmen: Einrichten einer Hygieneschleuse, Zutritt zur Geflügelhaltung nur mit separaten Kleidern / Schuhen, Hände waschen / desinfizieren vor und nach Betreten der Geflügelhaltung
- Aufzeichnungs- und Meldepflichten:
- Meldung ausgeprägter respiratorischer Symptome, eines Rückgangs der Legeleistung und einer Abnahme der Futter- und Wasseraufnahme an eine Tierärztin oder einen Tierarzt.
- Wer mehr als 100 Stk. Geflügel hält, muss zusätzlich Aufzeichnungen zu umgestandenen Tieren und besonderen Krankheitsanzeichen machen.
- Märkte, Ausstellungen und ähnliche Veranstaltungen, an denen Geflügel aufgeführt wird, sind verboten.
Auf der Homepage des Veterinärdienstes Solothurn Aktuelles - Amt für Landwirtschaft - Kanton Solothurn und des BLV finden Sie weitere Informationen zur Vogelgrippe, der aktuellen Lage und den angeordneten Massnahmen.
24.11.2022 / Veterinärdienst Kanton Solothurn


