Zuckerrübenfläche ist endlich wieder am Wachsen
Das eher nasskalte Frühlingswetter ist eher nicht im Sinne der Rübenbauern. Aber trotzdem: Nach komplizierten Jahren scheint nun die Zeit für eine positive Entwicklung gekommen zu sein. Der aktuelle Stand für die Zuckerrübenflächen 2023 liegt bei rund 16’300 ha. Ein willkommener Anstieg gegenüber dem Vorjahr, sind die Fläche doch seit 2014 stets zurückgegangen. Eine erfreuliche Nachricht auch, weil dies mit einer schönen Belohnung einhergehen könnte. Mit dem neuen System des progressiven Preises nach Gesamtfläche würde der Preis automatisch um weitere 0,50 Rp/t steigen, wenn 16'500 ha erreicht werden. Der Grund- und Richtpreis für konventionelle Rüben wurden gegenüber dem Vorjahr bereits um acht Franken auf 53 bzw. 58 Franken pro Tonne erhöht. Gekoppelt mit den attraktiven Anbauprämien ist der Zuckerrübenanbau wieder rentabel geworden.
Ein Solothurner an der Spitze der Schweizer Rübenpflanzer
Herausforderungen im Zuckerrübenanbau gibt es aber nach wie vor. Diese anzugehen und zu meistern ist nun auch die Aufgabe des neuen Präsidenten Martin Flury aus Deitingen, welcher sich nach 60 Tagen im Amt bestens eingelebt hat. Flury tritt in die Fussstapfen des Genfer Josef Meyer. Martin Flury kennt seine Aufgabe und den Verband, ist er doch schon seit 2021 im SVZ-Vorstand. Der Verband zählt 4’000 Mitglieder und freut sich auf weitere Mitglieder, die von den guten Zuckerrübenpreisen und den intakten Rahmenbedingungen profitieren wollen. Die anzugehenden Herausforderungen sind nach wie vor vielfältig: Die Zuckerrübenanbauflächen sollen weiter ausgebaut werden, die Bundesunterstützung ab 2026 muss über den Einzelkulturbeitrag und Mindestgrenzschutz weitergehen, die agronomischen Probleme wie viröse Vergilbung, SBR, und Erdmandelgras müssen gelöst werden, der Marktanteil von Labelzucker (BIO, IP-SUISSE) soll erhöht werden und die Umsetzung der Fusion der regionalen Zuckerrübenanbauerorganisationen Ost (OVZ) und West (WVZ) in den SVZ soll vollzogen werden. Der neue Präsident kann auf einen motivierten Vorstand und seriöse und kompetente Akteure zählen, insbesondere im Bereich der Forschung mit der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenbau (SFZ).
11.05.2023 / SOBV


