Zusammen –ensemble
Am Bildungszentrum Wallierhof konnten am 4. Juli 13 Landwirtinnen und 19 Landwirte diplomiert werden. Gemeinsam haben sie während der Ausbildung am selben Strick in die gleiche Richtung gezogen. An der Lehrabschlussfeier wurden sie gefeiert und blickten auf ihre Ausbildung zurück.
Mit Blumen geschmückt, mit grossen Holztafeln an der Front «Abschlussklasse 2024 Wallierhof» und Hupkonzert fuhren 23 Traktoren am Wallierhof ein. Der Traktorencorso signalisierte das Eintreffen der Diplomanden und begeisterte alle Anwesenden. Mit einem Treicheleinzug in die Aula läuteten sie anschliessend die Lehrabschlussfeier ein.
Den Herausforderungen begegnen
«Euer Engagement während der letzten drei Jahre zahlt sich aus, nun stehen euch Tür und Tor in der Berufswelt offen», hielt Brigit Wyss in ihrem Grusswort der Solothurner Regierung fest. Die Ausbildung habe sie auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen auf den Landwirtschaftsbetrieben vorbereitet. Der Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartementes und dem daran angegliederten Amt für Landwirtschaft ist klar, dass die Ansprüche an die Landwirtschaft stetig wachsen. Beispiele dafür sind die im Zentrum stehenden Veränderungen in vielen Bereichen, der allgegenwärtige Preisdruck und steigende Kosten sowie die Gesellschaft, welche manchmal widersprüchliche Forderungen an die Landwirtschaft stellt. Brigit Wyss dankt den Diplomierten für ihren grossen Einsatz und macht darauf aufmerksam, dass sich der Kanton Solothurn mit diversen Projekten für eine stabile landwirtschaftliche Produktion einsetzt. «Die Landwirtschaft verdient Respekt und Wertschätzung von der gesamten Bevölkerung», hält Wyss fest.
Heidi Kofmel als Präsidentin der Aufsichtskommission betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass sich die jungen Leute den Herausforderungen der Berufsbildung gestellt haben. Sie strich hervor, dass die jungen Landwirtinnen und Landwirte in vielen Branchen willkommene Teammitglieder seien. Sie hofft, dass die Absolventen der Landwirtschaft treu bleiben und der Öffentlichkeit ein positives Bild der Branche vermitteln. Heidi Kofmel wünscht den jungen Leuten Mut und Zuversicht dafür.
Gemeinsam stärker sein
Die Festansprache hielt der Präsident der Junglandwirtekommission (JULA) Alvaro Forni. Er unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Beispielen aus seiner Erfahrung. Forni ermuntert, immer mal wieder nach Rat zu fragen. Denn wer um Rat fragt, lernt von anderen und erweitert die eigenen Perspektiven. Wichtig sei auch, ein Teamgeist zu fördern und dabei drei Dinge zu leben: Kommunikation, gemeinsame Ziele haben und Wertschätzung zu zeigen. Diese drei Dinge helfen auch bei der Planung der Hofübernahme oder bei der Zusammenarbeit zweier Generationen.
«Geht hinaus und zeigt der Welt, wie stark gemeinsam wirklich sein kann!», schliesst Alvaro Forni seine Rede.
Mit dem Rückblick auf die Ausbildung durch Klassenlehrer Mathieu Bezençon wurde deutlich, dass die Lernenden im 3. Lehrjahr mit rund 800 Lektionen im Winterblock einen Marathon hinter sich haben. Er und auch die frisch Diplomierten strichen mit vielen Bildern die Höhepunkte der dreijährigen Ausbildung hervor.
Überragende Leistungen
Neben der Diplomübergabe konnten zudem einige Leistungen speziell honoriert werden. Die hervorragende Abschlussnote von 5.6 wurde von Andreas Keller (Fulenbach) und Felix Nichelmann (Bern) erreicht. Ebenfalls zweimal wurde die Abschlussnote von 5.5 erreicht und zwar von Simon Ochsenbein (Etziken) und Fabian Jordi (Ochlenberg). Alle vier durften einen Preis in Empfang nehmen.
Die Verdankungen übernahm Absolvent Andreas Keller und verlieh seinen Ausführungen eine persönliche Note. Die Absolventin Flavia Burch musizierte zusammen mit ihrer Mutter Brigitte am Örgeli. Die beiden Frauen verliehen dem Abend einen feierlichen Rahmen.
11.07.2024: Barbara Graf, BZ Wallierhof


